Flush-Reaktionen, Unverträglichkeiten, die sich nicht erklären lassen, Magen-Darm-Beschwerden, Hautreaktionen, Kreislaufprobleme...gefühlt ohne erkennbaren Auslöser.
Unterschiede zwischen MCAS, Mastozytose und Histaminintoleranz-Syndrom (HIS)
Histaminintoleranz ist vielen inzwischen ein Begriff. Aber Mastzellen setzen weit mehr als nur Histamin frei: Mittlerweile weiß man, dass mehr als 200 verschiedene Mediatoren Symptome verursachen können.
Zum Spektrum der Mastzellerkrankungen gehören:
- MCAS (Mastzellaktivierungssyndrom)
- Systemische Mastozytose
- Kutane Mastozytose
Bei der chronischen spontanen Urtikaria (CSU) spielen Mastzellen ebenfalls oft die Hauptrolle. Wenn Quaddeln und Angioödeme immer wieder ohne erkennbaren Auslöser auftreten, kann ein MCAS ein fehlendes Puzzlestück sein, besonders wenn weitere Symptome wie Flush, Durchfall oder Kreislaufprobleme hinzukommen.
Histaminintoleranz-Syndrom (HIS)
Die Histaminintoleranz ist keine Mastzellerkrankung im klassichen Sinne: Hier stammt das überschüssige Histamin nicht aus den eigenen Mastzellen, sondern z. B. aus der Nahrung oder von histaminproduzierenden Darmbakterien.
Allerdings: Viele Betroffene mit MCAS haben zusätzlich ein Histaminintoleranz-Syndrom, manchmal auch eine chronische Urtikaria. Diese Überlappungen machen die Diagnostik anspruchsvoll und eine saubere Einordnung umso wichtiger.
Spezialisierte Labordiagnostik bei Mastzellerkrankungen
Mastzellerkrankungen sind seit Jahren ein Schwerpunkt meiner Arbeit, fachlich und persönlich. Ich lebe selbst mit einer Mastzellerkrankung und weiß, wie frustrierend der Weg zur Diagnose und Therapie sein kann.
Wichtig für Sie: Ich arbeite mit spezialisierten Laboren zusammen, die in der Mastzelldiagnostik etabliert sind. Das ist wichtig, denn nicht jedes Labor ist mit den Feinheiten vertraut oder bietet die entsprechenden Parameter überhaupt an, wie z.B. gekühlter Transport, Stabilisatoren usw.
MCAS bei EDS, Dysautonomie und Long COVID
MCAS tritt selten isoliert auf. In meiner Praxis begegnen mir oft Überschneidungen mit:
- Dysautonomien (POTS, orthostatische Intoleranz)
- Ehlers-Danlos-Syndrom und Hypermobilitätsspektrumsstörungen
- Autoimmunerkrankungen (Hashimoto, Sjögren, Small Fiber Neuropathie)
- Reizdarm und SIBO
- ME/CFS und Long COVID
Diese Zusammenhänge zu erkennen, ist oft der Schlüssel zu einem sinnvollen Vorgehen. Wenn Sie diese Überschneidungen interessieren, finden Sie mehr auf den Seiten zu Dysautonomien, Autoimmunerkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden.
Differential-Diagnostik
Symptome systematisch erfassen, Muster erkennen und sauber abgrenzen: MCAS, Histaminintoleranz oder etwas anderes? Eine sorgfältige Einordnung spart Zeit und verhindert falsche Fährten.
Gezielte Labordiagnostik
Mit spezialisierten Laboren plane und veranlasse ich die passende Diagnostik. Ich erkläre Ihnen, welche Parameter sinnvoll sind und was die Ergebnisse bedeuten. Bei Bedarf bereite ich Sie auch auf Facharzttermine vor.
Individuelle Begleitung
Trigger-Management, Ernährungsanpassung, Basismaßnahmen: Wir erarbeiten gemeinsam, was bei Ihnen funktioniert.
Ablauf & Terminvereinbarung
So beginnen wir
Meistens lernen wir uns zuerst in einer Online-Beratung kennen. Sie ist noch keine Behandlung, sondern dient dem Kennenlernen und der Planung: Wir bereiten Ihren ersten Praxisbesuch so vor, dass möglichst alle Untersuchungen vorgenommen werden können und der Kurier bereitsteht.
Die Erstuntersuchung findet dann persönlich statt, in meiner Praxis im Harz oder im Rahmen eines Hausbesuchs. Danach können viele Besprechungen per Video stattfinden, in die Praxis kommen Sie in Abständen.
Warum persönlich?
Für mich gehört die persönliche Untersuchung zu einer gründlichen Diagnostik dazu. Deshalb sehen wir uns zur Erstuntersuchung immer persönlich, bevor ich Sie behandle.
Wie die einzelnen Schritte aussehen, lesen Sie unter Ablauf.
Termin buchenGut zu wissen
Wenn ich in der Beratung merke, dass ich Sie nicht gut unterstützen kann, sage ich Ihnen das offen. Das erspart Ihnen im Zweifel eine weite Anreise.